Biomethaneinspeisung (BGEA/ BMEA)

Der Strom kommt doch aus der Steckdose… sagen die Vertreter der E-Mobilität!

Nachhaltige, umweltverträgliche Energiequellen, das sind die Bausteine für die Zukunft der Menschen, sowohl für den privaten, industriellen als auch mobilen Sektor. Da die Rahmenbedingungen immer unterschiedlich sind, besticht hier unsere Fähigkeit, die Wünsche der Kunden Realität werden zu lassen, ganz besonders. Unsere große Erfahrung im Erdgasbereich macht es uns leicht, sowohl die hohen Anforderungen der gesetzliche und technische Regelwerke (DVGW G260, GasNZV) als auch die mess-, steuer-, regelungs- und sicherheitstechnischen Anforderungen des Kunden zu erfüllen.Ganz besonders erwähnenswert ist die Möglichkeit sowohl die Biogasaufbereitungs- als auch Biomethaneinspeiseanlage aus einer Hand zu erhalten – damit entfallen lästige Schnittstellenprobleme für unsere Kunden.

Um Biogas als Energiequelle für die Zukunft nutzbar zu machen, ist neben der fermentativen Produktion und der nachfolgenden Aufbereitung auch die Einspeisung des gewonnen Biomethans ins jeweilige lokale Gasversorgungsnetz ein essentieller Schritt in der Biogasverwertungskette. Dabei klingt diese Aufgabe zunächst einfacher als sie sich in Wirklichkeit darstellt. Eine besondere Herausforderung der Biogaseinspeisung ist die durch gesetzliche und technische Regelwerke (DVGW G260, GasNZV) festgelegte hohe Anforderung an die Qualität des einzuspeisenden Bioerdgases. Aus diesem Grund wird der hochgenauen und kontinuierlichen Messung und Registrierung der Beschaffenheit sowie der Menge des Bioerdgases höchste Priorität zugemessen. Auf Basis der kontinuierlichen Gasmessungen kann die Beschaffenheit des einzuspeisenden Biomethans bei Abweichungen von der vorgeschriebenen Gasqualität zeitnah und hochgenau angepasst werden. Die Messung der Biogasqualität und -quantität wird durch diverse, zum Teil geeichte Messinstrumente realisiert (u. a. Prozessgas-Chromatograph, Biogasanalysatoren, Kalorimeter und geeichte Drehkolben- bzw. Turbinenradzähler). Unterschiedlichste Mess- sowie Analysesysteme kompetenter Hersteller und perfekte Kombination der unterschiedlichen Systeme spezifizieren unsere Anlagen entsprechend dem Grundsatz: „So grob wie möglich, so fein wie nötig“.

Zur Anpassung von gastechnisch relevanten Größen wie Brennwert, der relativen Dichte und damit des Wobbeindex sowie des Anteils an weiteren definierten Inhaltsstoffen können dem aus der Biogasaufbereitung übernommenen Biomethan wahlweise LPG, Luft oder Stickstoff zudosiert werden. Oftmals wird ebenso eine Kombination dieser Zugaben benötigt. Die Mess- und Auswertetechnik der Anlage ist zu diesem Zweck mit den entsprechenden verfahrens- und regelungstechnischen Dosiereinrichtungen (Regelventile, Verdampfer, Dosierpumpen) softwaretechnisch gekoppelt. Biomethaneinspeiseanlagen von Schwelm Anlagentechnik GmbH werden für die Einspeisung in Nieder- oder Mitteldrucknetze regulär mit einer integrierten Odorieranlage ausgestattet. Für Einspeisungen in nicht odorierte Gashochdrucknetze kann diese entfallen.

Der Vorteil einer Kombination der BMEA mit einer Schwelm Aufbereitungsanlage in Nieder- und Mitteldrucknetzen liegt beim Entfall von Verdichteranlagen, da der Aufbereitungsausgangsdruck der BGAA (ca. 6 bar) höher ist, als der Netzdruck zur Einspeisung.

In anderen Fällen kommen Verdichter unterschiedlichster Bauart und Konzeption zum Einsatz, jeweils abgestimmt auf den Einsatzbereich, die Anforderungen sowie die Bedingungen vor Ort.

Die Installation einer BGEA kann in einem Stahlblechcontainer, einer Betonumhausung, falls nötig geteilt, oder sie kann in einem vorhandenen Gebäude vor Ort erfolgen. Und ebenso wie bei der Aufbereitungstechnik ist unser Grundsatz des industriellen Anspruches die Basis unserer Produkte.

Für alle, die schon etwas „tiefer“ einsteigen wollen: